Leine, Graugänse und Biber (25.​01.​2025)

Samstagswandergruppe in der Leinemasch unterwegs nach Grasdorf

 

Die Tage vor dem Wandertag ließen nicht viel Hoffnung auf schönes Wetter aufkommen. Dauerregen und starker Wind waren an der Tagesordnung. Selbst am Wandertag regnete es auf dem Weg zur S-Bahn leicht, doch das hielt neun unerschrockene Mitglieder der Gruppe nicht von ihrer Wanderung ab. Und siehe da, am Start der Wanderung am S-Bahnhof Linden war vom Regen keine Spur mehr zu sehen.

 

Über eine alte Lindenallee, die den Oberdamm zur Ihme bildet, erreichten wir schon nach kurzer Zeit den Maschsee. Zwischen Leine und Maschsee führte uns der Karl-Thiele-Weg, benannt nach dem Gründer des Hannoverschen Canoe-Clubs, bis zum Ende des Maschsees.

 

Durch den Döhrener Maschpark war es nicht mehr weit bis zum Leinewehr und Brückenhaus. Hier waren alle Wehre geöffnet, und mit lautem Getöse floss die Leine weiter – ein imposantes Schauspiel. Hinter der Tweteler Masch kreuzten wir die Leine in die Späte Holzwiesen, ein größeres Brachland, das momentan von Schwärmen mit Graugänsen bevölkert wird und an den Wilckenburger Anger grenzt.

 

Biber leisten ganze Baumfällarbeiten!

 

Hier wurde der Wanderweg nicht nur sehr matschig, sondern auch äußerst interessant. Viele Bäume zeugten am Stamm von der Anwesenheit einer Biberpopulation. Nicht nur dünne, sondern auch alte Bäume mit einem geschätzten Durchmesser von einem Meter waren im unteren Bereich diaboloförmig angenagt. Etliche Bäume hatten dadurch ihre Standfestigkeit verloren und lagen kreuz und quer am Weg. Mit der Schälung der Rinde, die im Winter dem Biber als Nahrung dient, war der Rest erledigt. Hinter dem Sumpf- und Teichgebiet In den Mühlenbreiten führte der Weg linksseitig an der Alten Leine entlang zu unserer Einkehr im Wiesendachhaus.

 

Nun hatte die Gruppe noch gut sechs Kilometer Wanderstrecke durch ein Gebiet mit überschwemmten Wiesen und kleinen Gewässern bis zur S-Bahnhaltestelle in Grasdorf vor sich. Noch einmal überquerten wir die Leine am NABU-Naturschutzzentrum und erreichten Grasdorf. Mit der Stadtbahn und später mit der S-Bahn (ausnahmsweise einmal fast pünktlich) fuhr die Gruppe zurück nach Barsinghausen.

 

Bruno hat tapfer durchgehalten!

 

Ein herzliches Dankeschön an unsere Wanderführerin Annegret Sichelstiel. Sie hat diese schöne Wanderung für uns geplant und sicher geleitet. Für manche Mitwanderer waren einige Streckenabschnitte völliges Neuland, was die Wanderung noch interessanter machte – wozu sicherlich auch das Bibergebiet beitrug. Nicht unerwähnt bleiben soll die Teilnahme unseres jüngsten Wanderteilnehmers Bruno. Mit seinen 10 Jahren hat er seine Oma Beatrice Steffen sicher über die gesamte Strecke begleitet. Prima! Wird Bruno einmal unser nächstes Mitglied?

 

Karl-Heinz Pfennig

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Alle Fotos Kneipp-Verein Barsinghausen



 

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