Fahle Heide in lila Farbe (12.08.2025)
Mit Heide in die Heide
Wanderung ab der Bushaltestelle Brenneckenbrück: Eine schöne Allee führte uns am Allerkanal entlang, vorbei am Gedenkstein zum Bau des Allerkanals (1860–1865) bis zur Heubrücke und zur Vierlingseiche. Vor der nächsten Ortschaft Winkel tauchten wir in einen schönen Kiefernwald ein. Auf sandigen Böden, ein Relikt der Saale-Eiszeit, wandern wir in Richtung Gifhorner Heide weiter. Die Mittagsrast machen wir an einem Rastplatz mit Unterstand sowie freigelegtem Wurzelwerk von Bäumen, vermutlich durch starke Erosion entstanden.
Auf einer Anhöhe bot sich später der beste Ausblick auf die Fahler Heide, die nicht mehr fahl sondern jetzt in zartem Lila leuchtet. Wir durchquerten sandige Pfade, hielten immer wieder für Fotos an und kehrten schließlich über den Kellerberg nach Winkel zurück. Winkel ist ein Ortsteil von Gifhorn und wird von größeren Wald- und Heideflächen der Fahlen Heide und der Gifhorner Heide umgeben. Der Heide-Dichter Hermann Löns hielt sich ab 1904 gelegentlich in Winkel auf, um Naturbeobachtungen zu machen und zu jagen. Er verfasste auch Literatur, die im Ort und in der Umgebung spielt.
Im Ort gab es eine interessante Sitzbank mit vielen weisen Sprüchen, die die Gruppe erheiterten. Schöne Anwesen und gepflegte Immobilien schmückten den Ort, doch die Wanderer waren sich einig: Die Gegend ist schön und von viel Natur erfüllt – man hat jedoch das Gefühl, am Ende der Welt zu sein.
An der Wegkreuzung mit einer Bushaltestelle am Ortsausgang von Winkel machten wir eine kurze Pause, um die zahlreichen Hinweistafeln zu studieren. Dann machten wir uns auf den Rückweg am Allerkanal entlang zur Bushaltestelle Brenneckenbrück.
Nach ca. 300 Metern stellten wir fest, dass unsere Mitwanderin Ilse fehlte, die vermutlich als Einzige die Hinweistafeln ausführlich gelesen hatte und dadurch den Weiterweg verpasst hatte. Sofort machten sich zwei Teilnehmer auf die Suche, doch vergeblich: Ilse war verschwunden.
Die Busfahrt nach Gifhorn eine Stunde später war von der Hoffnung geprägt, dass Ilse bereits am Bahnhof Gifhorn angekommen war. Und die Hoffnung siegte: Ilse war am Bahnhof Gifhorn. Auf ihrem falschen Weg hatte sie einen Landwirt auf einem Feld nach dem Weg gefragt; dieser informierte seine Frau, die Ilse schließlich selbstlos mit dem Auto zum Bahnhof Gifhorn fuhr.
Ein glückliches Ende in einer vermeidbaren Situation: Hätte Ilse ihr Mobiltelefon dabei und die Telefonnummer ihres Ehemannes parat gehabt, wäre alles anders verlaufen. Hier besteht also dringend Nachholbedarf.
Trotz aller widrigen Umstände war es eine sehr schöne, wenn auch sehr warme Wanderung. Herzlichen Dank dafür an unsere Wanderführerin Heidemarie Oppermann.
Karl-Heinz Pfennig
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Alle Fotos Kneipp-Verein Basringhausen e.V.
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