Hildesheim einmal anders - und zwar grün (08.11.2025)
Wer dachte, Hildesheim bestehe nur aus Dom und Museum, wurde an diesem Tag eines Besseren belehrt — und zwar sehr grün.
Los ging’s am Hauptbahnhof, vorbei an der Marie-Wagenknecht-Straße hinein in den Liebesgrund — eine grüne Nische, die den Verkehrslärm der Schützenallee gefühlt schluckt. Weiter ging’s am Seniorengraben und dem Eselsgraben, einem ruhigen Seitenarm der Innerste vorbei, vorbei an gepflegten Bungalows mit perfekten Vorgärten. Hier stimmt die Balance zwischen Stadt und Ruhe.
Auf dem Moritzberg vor dem Parkhotel Berghölzchen genießen wir das Stadtpanorama, wenn auch etwas im Dunst. Der Weg über bequeme Waldpfade führt weiter, rauf und runter in den Steinberg — kurzzeitig sorgt ein vermeintlicher Teilnehmerverlust für Herzklopfen, doch zehn Minuten Geduld und die Gruppe ist wieder komplett.
Die Mittagspause im Wildgatter zwischen Wild- und Hoftieren: rustikal in einer offenen Holzhütte. Danach folgen mehrere Aussichtspunkte, bevor es beständig bergab nach Ochtersum zur Innerste geht. Entlang einer riesigen Kleingartenanlage passieren wir den Kalenberger Graben und den Mühlengraben, streifen das Roemer- und Pelizaeus-Museum und landen schließlich auf dem Domhof beim beeindruckenden Hildesheimer Dom St. Mariä Himmelfahrt.
Über den Andreasplatz und an der St. Andreaskirche mit dem höchsten Turm der Stadt vorbei tauchen wir hinein in die lebhafte Almstraße und steuern die Markstraße an, wo im Restaurant „Im Kniep“ deftige Speisen winken. Und ja, nach so viel Grün darf es auch mal ein Schnitzel sein.
Gestärkt geht’s per RE10 und S‑Bahn fast pünktlich zurück nach Barsinghausen.
Einige Teilnehmer waren überrascht, wie viel Grün, Parks und Wald Hildesheim direkt vor der Haustür hat — die Innerste sorgt für Bäche und Teiche, die Landschaft atmet. Geführt von Heidi Oppermann zeigt diese Tour einmal mehr: Das Calenberger Land mit den Leine‑ und Innersteniederungen bietet immer wieder überraschend schöne, entspannte Wanderungen, die Samstagswandergruppe macht es möglich. Ein herzliches Dankeschön dafür an unsere Wanderführerin Heidi Oppermann.
Karl-Heinz Pfennig
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Alle Fotos Kneipp-Verein Barsinghausen e.V.
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