Wittenburg, Klosterkirche und Dunkler Weg (01.08.2026)
Samstagswanderguppe auf neuen Wegen im Wittenburger Land unterwegs.
Der Wanderführer der Samstagswandergruppe hatte bereits im Vorfeld aufgrund der zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen vorsorglich die Route geändert und dabei auf die steilen Auf- und Abstiege zum Fuchsbrunnen und zum Külfkamm verzichtet.
Doch der gewählte Startpunkt erwies sich als ideal, da die Gruppe vor Beginn der Wanderung noch die eindrucksvolle Klosterkirche besichtigen konnte. Im Rahmen einer sachkundigen Führung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Enthof, erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Wittenburg und ihrer Klosterkirche. Wir sagen hierfür nochmals herzlichen Dank.
Auch die Deistergruppe der Vespa-Motorroller hatte sich zur gleichen Zeit den Parkplatz als Kontrollpunkt für eine Rallye ausgesucht. Dabei konnten wir teilweise sehr außergewöhnliche Rollertypen und Fahrer beobachten.
Die Wittenburg, ursprünglich als Burganlage auf dem Höhenzug Fiene errichtet, wurde im 14. Jahrhundert in ein Kloster der Augustiner-Chorherren umgewandelt und der Hildesheimer Kongregation angeschlossen. Mit der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts verlor das Kloster seine Bedeutung, verfiel und diente fortan als Sitz des Amtes Wittenburg. Später wurde die Anlage zur Domäne ausgebaut und unter König Georg III. von Hannover zu einem Mustergut entwickelt. Seit 1795 war die Wittenburg zudem Versammlungsort der Calenbergischen Landwirtschaftsgesellschaft.
Von der einstigen Klosteranlage ist heute im Wesentlichen die ehemalige Klosterkirche erhalten geblieben. Ihr vorderer Bereich wird weiterhin als Kirche genutzt, während die hintere Hälfte im Rahmen des Wittenburger Sommers Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen Raum bietet.
Die Tour führte zunächst bergab und anschließend in leichter Steigung durch die Feldmark zum Baumlehrpfad Mehle, mit seinen liebevoll gestalteten Hinweisschildern zu den verschiedenen Baumarten. Unterwegs konnten einige Teilnehmer den bereits reifen Brombeeren nicht widerstehen: eifrig wurde genascht oder die Früchte sogar in Bechern gesammelt.
Anschließend ging es weiter auf dem „Dunkler Weg“ durch schönes Busch- und Waldgelände zum Mittagsrastplatz mit Bank, Gedenkstein, Hochsitz und herrlicher Fernsicht. Es war interessant zu beobachten, welche unterschiedlichen Speisen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ihren Rucksäcken hervorholten.
Wieder auf der Wanderroute erreichte die Gruppe, nachdem sie die Kreisstraße K501 von Eldagsen nach Mehle überquert hatte, den Abzweig nach Wittenburg. Auch hier ließen sich die Beerensammler Zeit zum Naschen. Nach gut 2,5 km war Wittenburg wieder erreicht; der Aufstieg zu den Fahrzeugen an der Klosterkirche folgte.
Wie schon bei vorherigen Wanderungen üblich, schloss die Gruppe mit einer inzwischen lieb gewonnenen Tradition: einem Cafébesuch. So endete diese schöne Wanderung bei bestem Wetter im Garten des Café am Waldkater bei Kaffee, Torten, Bier und Bratwurst mit einem fröhlichem Beisammensein. Selbstverständlich war danach der richtige Abschluß erst bei den Fahrzeugen mit dem "Offenen-Günter-Höppner-Kreis".
Der Wanderführer Karl-Heinz dankt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Fröhlichkeit, Geselligkeit und Rücksichtnahme. Genau das macht diese Samstagswandergruppe des Kneipp-Vereins Barsinghausen so besnders aus.
Danke.
[Alle Fotos zur Rubrik Natur anzeigen]