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Auf den Spuren von Wilhelm Busch (03.​09.​2026)

RAD-WANDERGRUPPE zum Thema: Einszweidrei! im Sauseschritt / Läuft die Zeit; wir laufen mit. [W. Busch Bildergeschichte Julchen, 1877]

Die S2 brachte uns pünktlich zum Start nach Haste. Unser heutiges Ziel lag ganz im Westen: Wiedensahl. Also losstrampeln, heute mal mit Gegenwind. Am Ortseingang von Ottensen kurz rechts abbiegen und am gleichnamigen Mausoleum vorbeischauen. 

Hier hat der KZ-Überlebende und Ziegeleibesitzer jüdischen Glaubens O. Philippsohn u.A. für seine evangelische Ehefrau Karoline diesen Bau errichtet. Diese Verbindung über zwei Glaubensrichtungen spiegelt sich gut wider am Giebelschmuck, Davidstern mit Kreuz. Ein naturbelassener Obstgarten bildet hierzu den Rahmen.
 

Weiter ging´s durch Dühlholz und wir überquerten den Mittellandkanal. Hier wird gerade gebaggert. Laut diversen Nachrichten erfolgt wohl eine Vertiefung und der Ausbau des Mittellandkanals um Schiffen und Schubverbänden einen Tiefgang bis zu 4 mtr. zu ermöglichen. Wir hatten erst die halbe Strecke zur Hinfahrt absolviert, also auf den Sattel und weiter durch ein Waldgebiet nördlich von Pollhagen jetzt auf Wiedensahl zu. 


Dieser Ort nennt sich aus gutem Grund „Wilhelm Busch Land“. Der berühmte Sohn (* 1832 + 1908) des Fleckens hat hier viele Jahre seiner Kindheit verbracht. Hier steht sein Geburtshaus - jetzt ein Museumsladen zum Thema, das alte Pfarrhaus – auch ein Museum. Im Straßenzug der Hauptstraße hängen etliche Scherenschnitte aus Metall an den Straßenlaternen. Sie zeigen bekannte Figuren aus seinen Erzählungen.


Die Einkehr hatte uns erst viel später erwartet – ein Missverständnis. Der Wanderführerin sei Dank, hakte sie doch nach und so konnte für die Gruppe doch sofort eine Mahlzeit angeboten und serviert werden – Pizza in allen Variationen und Pasta.

Zufrieden und gestärkt traten wir die Rückfahrt an; ein Stück weit durch den bekannten Wald. Dann folgte eine entspannte und lange Strecke am Mittellandkanal bis Haste. Auf den Punkt erreichten wir die S-Bahn.


Fazit:Gegenwind aber kein Regen. Ab Mittag auch mit Sonnenschein. Viele interessante Kleinode an der Strecke. Jeder Stopp hat sich gelohnt – auch mit Informationen zur Örtlichkeit. Also: Strecke wieder gut ausgearbeitet und geführt. Ein Gewinn für alle die dabei waren. Dafür ein herzliches DANKESCHÖN an den Tourguide Heidrun. 

Urheberrecht:

Alle Fotos Kneipp-Verein Barsinghausen e.V.



 

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